Wer einen Yachtcharter Kroatien ab Split oder den Nachbarbasen Trogir und Kaštela bucht, entscheidet sich für das Herzstück der dalmatinischen Küste. Die Region Mitteldalmatien gilt nicht ohne Grund als das beliebteste Segelrevier des Landes: Die Dichte an modernen Marinas ist enorm, die Anreise über den Flughafen Split ist denkbar kurz, und die weltberühmten Inseln Brač, Hvar, Vis und Šolta liegen quasi direkt vor der Bugspitze. Genau diese Vielfalt macht das Revier sowohl für entspannte Familientörns als auch für meilenintensive Wochentrips perfekt.
Ob Du Dich am Ende für eine klassische Segelyacht, einen komfortamaran oder ein schnelles Motorboot entscheidest, hängt von Deiner Crew und Deinem Budget ab. Ein gründlicher Preis- und Bootsvergleich lohnt sich in dieser Region besonders, da die Flottenauswahl gigantisch ist und sich die Stützpunkte in Sachen Logistik und Charme leicht unterscheiden.
Die Marinas rund um Split liegen alle in geografischer Nähe zum Flughafen, haben aber jeweils ihren ganz eigenen Charakter:
| Charterbasis | Transferzeit (Vom Flughafen Split) | Großer Vorteil | Ideal für... |
|---|---|---|---|
| Trogir | ca. 10–15 Minuten | Historische UNESCO-Altstadt direkt gegenüber | Kulturliebhaber & Genießer |
| Marina Kaštela | ca. 10 Minuten | Riesige Flottenauswahl & perfekte Logistik vor Ort | Große Gruppen & schnelle Check-ins |
| Split (ACI) | ca. 35–45 Minuten | Direkter Blick auf die berühmte Riva von Split | Städtetrip-Verlängerer & Nachtschwärmer |
Ein Wochentörn ab der Region Split bietet fast unendliche Möglichkeiten. Für eine entspannte, aber abwechslungsreiche Route empfiehlt sich der Schlag in Richtung Süden:
Ein erster perfekter Stopp ist die Insel Šolta mit der tiefen Bucht von Maslinica. Von dort aus geht es weiter zur Insel Brač, wo das berühmte „Goldene Horn“ (Zlatni Rat) bei Bol auf einen Badestopp wartet. Ein absolutes Muss für jede Crew ist die Insel Hvar – entweder lebhaft im Haupthafen von Hvar-Stadt oder deutlich ursprünglicher in den tiefen Buchten von Stari Grad oder den vorgelagerten Pakleni-Inseln.
Ein Yachtcharter ab Split lässt sich hervorragend mit einem Ausflug in die Welt von Westeros verbinden, denn die Region war Schauplatz für einige der bekanntesten Szenen der Erfolgsserie Game of Thrones. Wer vor oder nach dem Törn Zeit in Split verbringt, sollte unbedingt den historischen Diokletianpalast besuchen. In den monumentalen, kühlen Kellergewölben des Palastes wurden die Szenen gedreht, in denen Daenerys Targaryen ihre Drachen gefangen hielt. Auch die Sklavenrebellion in der fiktiven Stadt Meereen fand in den engen Gassen des Palastes statt.
Nur wenige Kilometer landeinwärts liegt zudem die Festung Klis. Die markante Höhenburg diente in der Serie als Kulisse für die Stadt Meereen, an deren Toren Daenerys die Sklavenmeister kreuzigen ließ. Von den Festungsmauern aus hast Du einen spektakulären Blick über Split und das Meer – ein perfekter Landausflug, der Geschichte und Popkultur verbindet.
Ähnlich wie im Norden Kroatiens ist der reine Boots-Mietpreis nur die Basis der Kalkulation. In der Region Split solltest Du die Liegeplatzgebühren genau im Auge behalten. Da das Revier sehr beliebt ist, gehören die Marinas und Bojenfelder hier zu den exklusiveren des Landes. Ein Katamaran zahlt in den gefragten ACI Marinas (z. B. auf Hvar oder in Milna) aufgrund seiner Breite oft den 1,5- bis doppelten Preis einer Segelyacht.
Neben den obligatorischen Kosten wie dem Transitlog und der Endreinigung vor Ort, spielen auch die Nationalpark-Gebühren (z. B. wenn Du weiter nördlich in die Kornaten oder südlich nach Mljet segelst) eine Rolle. Wer Kosten sparen möchte, nutzt die Nebensaison: Im Mai, Juni oder September sind nicht nur die Charterpreise deutlich günstiger, sondern auch die Buchten leerer und die Liegeplatzsuche am Nachmittag gestaltet sich wesentlich entspannter.
Um eine Yacht ab Split, Trogir oder Kaštela eigenständig zu führen, verlangen die kroatischen Behörden auch hier den Nachweis eines gültigen Sportbootführerscheins mit navigatorischen Kenntnissen (z. B. SBF See oder Küstenpatent B) sowie zwingend eine offizielle UKW-Funkbetriebsurkunde (VHF-Zertifikat). Wer dieses nicht besitzt, kann problemlos einen lokalen, professionellen Skipper dazubuchen, der nicht nur das Boot sicher steuert, sondern auch die besten Geheimtipps für einsame Buchten und urige Konobas kennt.